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Captain America: The First Avenger ist ein US-amerikanischer Action- und Science-Fiction-Film von Joe Johnston, der 2011 erschien. Er ist die Verfilmung der Superhelden-Comicfigur Captain America von Marvel und der fünfte Film des Marvel Cinematic Universe, der aber zeitlich vor allen anderen Filmen spielt.

Der offizielle Kinostart in den USA war am 22. Juli 2011, wohingegen die deutsche Premiere erst am 18. August stattfand.

HandlungBearbeiten

In ganz Europa tobt der Zweite Weltkrieg und richtet unendliche Verwüstung an. Der junge Steven Rogers ist fest entschlossen, sein Land im Kampf um Frieden und Freiheit zu unterstützen, doch seine Körperkraft reicht für den gefährlichen Kriegseinsatz nicht aus.

Unbeirrt stellt er sich nach seiner Ausmusterung für eine mysteriöse Versuchsreihe zur Verfügung: Das "Super-Soldier"-Programm macht aus dem unscheinbaren Mann eine unschlagbare menschliche Waffe - Captain America!

InhaltBearbeiten

In der Gegenwart entdecken Wissenschaftler in der Arktis ein eingefrorenes, kreisförmiges Objekt mit einem rot-weiß-blauen Motiv im Cockpit eines verlassenen Flugzeuges.

Im März 1942 sind Nazi-Offizier Johann Schmidt und seine Männer in der Stadt Tønsberg in vom Deutschland besetzten Norwegen unterwegs, um ein geheimnisvolles Objekt namens Tesserakt zu stehlen, das ungeahnte Kräfte besitzt. Schmidt findet es und kann die Energien des Würfels bändigen und als Energiequelle für neuartige, von Zola entwickelte Energiewaffen zu nutzen.

Währenddessen in New York City: Der patriotische, jedoch schmächtige Steve Rogers wurde bei der militärische Rekrutierung für den Zweiten Weltkrieg aufgrund verschiedener gesundheitlichen und körperlichen Probleme abgelehnt. Während der Teilnahme an einer Ausstellung von Zukunftstechnologien mit seinem Freund James "Bucky" Barnes, versucht es Rogers erneut, angenommen zu werden. Derweil belauscht Dr. Abraham Erskine Rogers' Gespräch mit Barnes, der unbedingt im Krieg mithelfen möchte, und ermöglicht Rogers rekrutiert zu werden.

Er wird als Teil eines "Super-Soldaten"-Versuches unter Erskine, Col. Chester Phillips und der britischen Agentin Peggy Carter rekrutiert. Phillips, von Erskines Ansprüchen erst nicht überzeugt, dass Rogers die richtige Person für das Verfahren ist, gibt er doch nach, nachdem er Rogers aufopfernde Tapferkeit sieht. In der Nacht vor der Behandlung verrät Erskine Rogers, dass der Offizier Johann Schmidt eine unvollständige Version der Prozedur durchmachte und dauerhafte Nebenwirkungen erlitt.

Zurück in Europa erfährt Schmidt von Erskines kränklicher Lage und beauftragt einen Attentäter, ihn zu töten. In den USA unterwirft dieser Rogers nun der "Super-Soldat"-Behandlung. Man injiziert ihm ein Spezialserum und bestrahlt ihn mit "Vita-Strahlen". Nach Rogers Austritt aus dem Experiment ist er nun größer und muskulöser. Abgelenkt von den Beobachtungen des Experiments, tötet ein Attentäter Erskine und flieht. Es offenbart sich, dass es Schmidt Auftragsmörder, Heinz Krüger, war. Rogers verfolgt und erfasst Kruger, aber dieser begeht Selbstmord durch eine Zyanid-Kapsel, bevor er verhört werden kann.

US-Senator Brandt, nach dem Tod Erskin`s und der verlorenen Super-Soldat-Formel in hilfloser Lage, fördert Rogers, der nun in einem bunten Kostüm als "Captain America" durch die Nation tourt. Im Jahr 1943, während der Tour durch Italien erfährt Rogers, dass Barnes` Einheit MIA gegen die Streitkräfte Schmidts in die Schlacht zog. Rogers weigert sich zu glauben, dass Barnes tot ist und dringt in die Festung von Schmidts Hydra-Organisation ein, findet Barnes und befreit ihn und die anderen Gefangenen. Rogers stellt Schmidt, der die ganze Zeit eine Maske trug und offenbart ein rotes, totenähnliches Gesicht, die ihm den Beinamen "Red Skull" einbrachte. Schmidt entkommt jedoch; Rogers kehrt mit den befreiten Soldaten zum Stützpunkt zurück.

Rogers rekrutiert Barnes, Dum Dum Dugan, Gabe Jones, Jim Morita, James Montgomery Falsworth und Jacques Dernier, um die Hydra-Basis anzugreifen. Stark rüstet Rogers mit moderner Ausrüstung, vor allem einem kreisförmigen Schild aus Vibranium gemacht, einem seltenen, fast unzerstörbarem Metall. Rogers und sein Team sabotieren erfolgreich verschiedene Hydra-Operationen. Das Team greift später einen Zug mit Zola an. Zola wird erfasst, aber Barnes fällt aus dem Zug und stirbt. Unter Verwendung der Informationen von Zola, ist der letzte Angriffspunkt Hydra und Rogers führt einen Angriff gegen Schmidt an, der nun mit Massenvernichtungswaffen amerikanische Städte und andere Großstädten auf der ganzen Welt bedroht.

Rogers klettert an Bord von Schmidts Flugzeug. Beim anschließenden Kampf wird der Tesserakts-Behälter beschädigt. Als Schmidt daraufhin den Würfel mit seinen Händen berührt, löst er sich in einem grellen Licht auf. Der Tesserakt fällt auf den Boden, die sich durch den Boden brennt und zur Erde fällt. Da er keine Möglichkeit sieht, das Flugzeug, ohne das Risiko von Sprengung der Waffen zu landen, stürzt Roger es in der Arktis. Stark später gewinnt die Tesseract aus dem Meeresboden, ist aber unfähig, Rogers oder das Flugzeug zu finden, und hält ihn für tot.

Rogers erwacht in einem Krankenzimmer im Stil der 1940er Jahre. Er hört eine Radiosendung und merkt, dass etwas nicht stimmt. So flieht er nach draußen und findet sich am heutigen Times Square wieder, wo S.H.I.E.L.D Direktor Nick Fury ihn informiert, dass er seit fast 70 Jahren "geschlafen" hätte.

In einer Post-Credits-Szene nähert sich Fury Rogers und schlägt ihm eine Mission mit weltweiten Auswirkungen vor.

CharaktereBearbeiten

Steve Rogers / Captain America
Captain America
Steve Rogers ist ein ein schmächtiger, jedoch patriotischer Mann, der alles dafür tun will, um sein Land im Zweiten Weltkrieg zu unterstützen. Aufgrund seines schwachen und krankhaften Körpers wird er allerdings überall als Soldat abgelehnt. Bald aber ergibt sich für ihn die Möglichkeit, an einer Versuchsreihe teilzunehmen, die ihm zu dem ersten Avenger überhaupt machen wird: Captain America.
James Buchanan Barnes
James Buchanan Barnes
James Buchanan Barnes, oder auch "Bucky", wie er von seinen Freunden genannt wird, ist der beste Freund von Steve Rogers im Zweiten Weltkrieg. Er rät ihm oft, bodenständig zu bleiben und gilt als treuer Mitstreiter Captain Americas.
Peggy Carter
Peggy Carter
Peggy Carter ist eine Agentin, die für die S.S.R arbeitet. Nachdem Steve Rogers durch das Serum zum Supersoldaten wird, verliebt sie sich in ihn. Sie ist eine strategisch kluge und starke Frau, aber auch impulsive Frau, die Rogers so stark vertraut, dass sie selbst den Befehl des Colonels missachtet.
Dr. Abraham Erskine
Abraham Erskine
Dr. Abraham Erskine ist ein deutsch-jüdischer Wissenschaftler der zusammen mit Howard Stark, dem Vater von Tony Stark, das Superhelden-Serum entwickelte. Aufgrund seiner Herkunft musste der Wissenschaftler aus Deutschland fliehen und arbeitet nun mit der US-Army zusammen. Er rekrutiert Steve Rogers und macht ihn mittels des Serums zu Captain America.
Johann Schmidt / Red Skull
Red Skull
Johann Schmidt alias Red Skull ist der Widersacher von Captain America im Zweiten Weltkrieg. Außerdem ist er der Führer der HYDRA, Soldaten, die nach dem Tesserakt und seiner Macht streben. Er war einer der ersten, an denen das Superhelden-Serum von Dr. Erskine getestet wurde. Da dieses aber bis dato noch nicht ausgereift war, hat er nun einen roten Kopf als bleibenden Schaden.
Dr. Arnim Zola
Arnim Zola
Dr. Arnim Zola ist ein schweizer Wissenschaftler, der im Dienste der HYDRA steht. Zusammen mit Johann Schmidt, dem Red Skull, versucht Dr. Zola die Kraft des Tesseraktes zu bändigen und zu kontrollieren. Nachdem dies erfolgreich ist, will er den Tesserakt nun für eine neue, gefährliche Waffe benutzen.

SoundtracksBearbeiten

Captain America: The First Avenger Soundtrack
# Titel Länge
1 Captain America Main Titles 0:56
2 Frozen Wasteland 1:53
3 Schmidt's Treasure 3:01
4 Farewell to Bucky 2:50
5 Hydra Lab 1:54
6 Training the Supersoldier 1:08
7 Schmidt's Story 1:59
8 VitaRays 4:25
9 Captain America "We Did It" 1:59
10 Kruger Chase 2:55
11 Hostage On the Pier 2:46
12 General's Resign 2:18
13 Unauthorized Night Flight 3:13
14 Troop Liberation 5:06
15 Factory Inferno 5:06
16 Triumphant Return 2:16
17 Howling Commando's Montage 2:16
18 Hydra Train 3:27
19 Rain Fire Upon Them 1:39
20 Motorcycle Mayhem 3:05
21 Invasion 5:09
22 Fight on the Flight Deck 3:30
23 "This is My Choice" 3:26
24 Passage of Time 1:35
25 Captain America 1:08
26 Star Spangled Man 2:53
27 Captain America March 2:36
Ges:71:53

CastBearbeiten

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Steve Rogers/Captain America Chris Evans Dennis Schmidt-Foß
Peggy Carter Hayley Atwell Berenice Weichert
Johann Schmidt/Red Skull Hugo Weaving Hans-Jürgen Wolf
James Buchanan „Bucky“ Barnes Sebastian Stan Björn Schalla
Colonel Chester Phillips Tommy Lee Jones Ronald Nitschke
Howard Stark Dominic Cooper Timmo Niesner
Heinz Kruger Richard Armitage Sascha Rotermund
Dr. Abraham Erskine Stanley Tucci Lutz Mackensy
Nick Fury Samuel L. Jackson Engelbert von Nordhausen
Dr. Arnim Zola Toby Jones Lutz Schnell
Timothy „Dum Dum“ Dugan Neal McDonough Johannes Berenz
Gabe Jones Derek Luke Marcel Collé
Jim Morita Kenneth Choi Gerald Schaale
Senator Brandt Michael Brandon Jan Spitzer
Private Lorraine Natalie Dormer Giuliana Jakobeit
Arzt bei der Musterung Simon Kunz Erich Räuker

KritikBearbeiten

Captain America: The First Avenger wurde mit eher gemischten Kritiken aufgefasst. Der Film ist öde und eintönig, weist aber auch Lichtblicke wie dem gut designtem Retro-Set auf. Alles in allem ist der Film jedoch nur mittelmäßig.

"[...] Sicherlich gibt es Ansätze zur Satire, nur zünden die leider viel zu selten. Die halbherzigen Versuche, der haarsträubenden Geschichte mit Humor zu begegnen, sind kaum mehr als Feigenblätter, um die Seichtigkeit des ganzen Unterfangens so gut es geht hinter einer Portion Selbstironie zu verbergen. Wenn Johnston seinen Helden in einer Szene beispielsweise in einer schrillen Musical-Revue platziert, bei der dieser zur Ankurbelung der Rüstungsindustrie für die Unterstützung von der Heimatfront aus wirbt, ist das zwar recht amüsant, aber wenig bissig und hintersinnig. Mit ungelenken Szenen wie diesen wird eine dünne Ironie-Barrikade errichtet, hinter der die Beteiligten Deckung suchen. Was bleibt, ist eine durch und durch keimfreie und handzahme Angelegenheit, die letztlich weder positive noch negative Reibungsflächen bietet, sondern im Mittelmaß schwelgt, wo sie nur kann. [...] Letztendlich bleibt jede Beziehung zu Freunden, Frauen, Autoritätsfiguren oder Feinden bloße Behauptung. So wird unter anderem Stanley Tucci als verrückt-genialer Wissenschaftler eingeführt, der Rogers erst zu seinem Adonis-Überkörper verhilft. Wenn er den schmächtigen zukünftigen Superkrieger zur Seite nimmt und ihm ein paar weise Worte über die Verantwortung seiner baldigen Macht mit auf den Weg gibt, scheint es für ein paar Momente so, als würde hier ein Mentoren-Verhältnis aufgebaut, aus dem sich später noch Kapital schlagen ließe. Eine Szene später jedoch ist Tucci tot und nach einer weiteren auch schon vergessen. Packendes Kino geht anders. [...] Wirklich schlecht ist „Captain America" nicht - nur furchtbar banal, zahnlos und öde. Es scheint, als wäre dies eben die letzte nervige Pflichtübung, die es durchzuziehen gilt, bevor man sich dann an die große „Avengers"-Sause machen kann. Wenn es nächsten Sommer soweit ist, trauen sich die Macher hoffentlich, Captain Americas Potential im dann in der Gegenwart angesiedelten Plot wirklich auszuschöpfen. Die Mutlosigkeit, mit der man ihn in seinem ersten Auftritt verheizt, hat nämlich selbst ein so streitbares Fossil aus finstersten Propaganda-Zeiten nicht verdient. [...]"
- filmstarts.de
"[...] In diesem finanzökonomischen Kampf wäre selbst Captain America hilflos. Der ist so sehr ein Geschöpf des 20. Jahrhunderts, dass Marvels jüngste Comicverfilmung zu einer nostalgischen, aber schlichten Geschichtsstunde gerät – mit propagandistischen Zügen natürlich. [...] Das heißt: Kästen ohne viele Displays zum Bedienen, ein paar Hebel, ein paar Anzeigen, und, ­ ganz wichtig, ­ verschiedenfarbige Lämpchen. Das war’s. Man kennt so was nur noch aus alten Raumschiff-Enterprise-Folgen. Wirklich elegant. [...] Das alles ist ein bisschen eindimensional – und die schöne Vierzigerjahre-Optik und der schöne Hugo Weaving reißen’s nicht raus. Müssen sie vielleicht auch nicht, denn der ganze Film dient vor allem der Vorbereitung auf das große Superhelden-Treffen im kommenden Jahr: Thor, Iron Man, Hulk und Captain America haben dann ihren gemeinsamen Auftritt in The Avengers . Vielleicht könnte man noch Super Mario aufnehmen, damit er zusammen mit Thor das alte Europa repräsentieren kann? Andererseits: In Captain America – The First Avenger rührt dieser alte Patriotismus schon nahezu, diese Sehnsucht nach Zeiten, in denen Amerika sich nicht nur unbesiegbar wähnte, sondern es auch war."
- Zeit Online

AuszeichnungenBearbeiten

Scream AwardsBearbeiten

Visual Effects Society AwardsBearbeiten

  • 2011: Herausragendes Compositing in einem Spielfilm

Lola Visual EffectsBearbeiten

  • 2012: Umsetzung für den schmächtigen Steve Rogers (Casey Allen, Trent Claus, Brian Hajek und Cliff Welsh von Lola Visual Effects)

TrailerBearbeiten

ZitateBearbeiten

  • "Wir vergessen, dass das erste Land, das die Nazis besetzt haben, ihr eigenes war."
    - Dr. Abraham Erskine
  • "Warum ich?"
    "Weil der Schwache die Bedeutung von Stärke kennt, der Bedeutung der Macht."
    - Steve Rogers und Dr. Abraham Erskine
  • "Captain America! Ich bin ein großer Fan Ihrer Filme!"
    - Johann Schmidt
  • "Was ist mit dir passiert?"
    "Ich bin zur Armee gegangen."
    - James Buchanan "Bucky" Barnes und Steve Rogers
  • "Jede Armee fängt mit einem Mann an!"
    - Chester Phillips

TriviaBearbeiten

  • Chris Evans hätte beinahe die Rolle des Captain America abgelehnt, da er mit den alten Fantastic Four-Filmen schlechte Erfahrungen gemacht hatte, Robert Downey jr. aber drängte ihn, die Rolle anzunehmen, da er ein großer Fan der Comicfigur ist.
  • Der Satz "Und der Führer gräbt in der Wüste nach wertlosen Dingen" von Johann Schmidt ist eine Anspielung an den Film Jäger des verlorenen Schatzes, dem ersten Teil der Indiana Jones-Filme. Dort sagt ein Charakter ebenfalls diesen Satz.
  • Captain America: The First Avenger ist die allererste Verfilmung von Captain America überhaupt.
  • Im Film gibt es mehrere Anspielungen auf die Comics. So hält Captain America beispielsweise in seinen Propaganda-Auftritten einen eckigen Schild in der Hand, wie es auch im ersten Comic der Fall ist.

Siehe auchBearbeiten


MarvelFilmeWiki

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